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HEIMATMUSEUM
REINICKENDORF

Ausstellung vom 04. Oktober bis 25. November 2007

Vergessene Denkmäler der Liebe - Zeugnisse des Totenkronenbrauchs in Berlin und in der Mark Brandenburg

Konsolbrett2

Konsolbrett und Totenkrone aus der
Dorfkirche Alt-Reinickendorf für
Christine Ottern
Der Totenkronenbrauch in Berlin und der Mark Brandenburg ist ein Zeugnis großer Liebe. Für jungfräulich Verstorbene wurden bis ins 19. Jahrhundert bunte Seidenbänder, filigrane Metallfäden, Perlen und Blumen zu kunstvollen Kronen verflochten und diese dann den Verstorbenen entweder mit in den Sarg gegeben oder auf Konsolbrettern in der örtlichen Kirche ausgestellt.

Während Theodor Fontane auf seinen Wanderungen noch in jeder Dorfkirche diese Konsolbretter und Totenkronen beobachten konnte, sind die meisten inzwischen durch Renovierungsarbeiten vernichtet worden.

Die Ausstellung zeigt reiches Bildmaterial, Geschichten und Erklärungen zum Totenkronenbrauch weltweit mit einem Schwerpunkt auf Brandenburg (mit vielen Abbildungen und einigen Objekten) und Berlin, von wo originale Konsolbretter aus Berliner Kirchen zu sehen sind.

Neben archäologisch geborgenen Totenkronen-Fragmenten aus dem St.-Hedwigsfriedhof in Berlin-Mitte steht eine echte Totenkrone von 1789 aus Frankreich, die die ganze Pracht dieser handwerklichen Meisterstücke verdeutlicht.
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