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HEIMATMUSEUM
REINICKENDORF

Dem Leben auf der Spur - Kindheit und Jugend der Brüder von Humboldt

Austellungsdauer: 27. Mai 2010 bis 30. Januar 2011

„Der Mensch muss das Gute und Große wollen. Das Übrige hängt vom Schicksal ab.“ (Alexander von Humboldt) – Die Brüder von Humboldt stehen in ihrer Zeit und auch darüber hinaus bis heute wie kein anderes Geschwisterpaar für universelle Bildung und für unersättlichen Forschergeist. Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 fragt die Sonderausstellung des Heimatmuseums Reinickendorf nach Kindheitsträumen, Jugendwünschen, Schlüsselerlebnissen und Vorbildern von Alexander und Wilhelm von Humboldt, die Antrieb für spätere Taten, Reisen und Erfolge und die humanistische Prägung der Brüder waren. Diese werden den Sehnsüchten, Bildungswegen und Vorbildern Jugendlicher von heute gegenüber gestellt. Dass Wilhelm und Alexander von Humboldt zwei sehr einflussreiche und gelehrte Persönlichkeiten sind, deren Schaffen bis heute nachwirkt, ist bekannt. Wir wissen, dass Alexander auf Expeditionen in ferne Länder reiste und mit einem unbeugsamen Forschergeist alles, was ihm fremd ist zu verstehen suchte. Sein älterer Bruder Wilhelm ist heute vor allem als Gründer der Berliner Universität und Kämpfer für eine selbst bestimmte Bildung bekannt. Doch wie wurden sie zu diesen viel beachteten Persönlichkeiten? Die Ausstellung sucht in der Kindheit und Jugend der Geschwister nach den Wurzeln ihres späteren Erfolges und möchte ein möglichst buntes Bild vom Leben der jungen Brüder Humboldt und von der damaligen Zeit zeichnen. Prägende Personen sollen vorgestellt und Themen, die die Brüder und die Gesellschaft ihrer Zeit bewegten vermittelt werden.
Wie lebte es sich auf Schloss Tegel mit Hauslehrern und strenger Mutter? Wie saß man im Salon der Henriette Herz zusammen und über welche Fragen wurde gestritten? Was bedeutete es damals Heranwachsender zu sein?

Es ist angedacht, auch heutige Brüder aus Reinickendorf zu befragen. Welches Buch ist heute so wichtig für die Jugend, wie damals Goethes "Werther"? Wie weit bestimmen Eltern im 21. Jahrhundert über die Bildung ihrer Kinder? Was ist der innere Antrieb, brennenden Fragen über die Welt auf den Grund zu gehen? Was bedeutet Bildung in der Zeit von Internet und Fernsehen? Was sind die "weißen Flecken" unserer heutigen Landkarte?
Die Antworten der Brüder aus der Jetztzeit sollen in einen Dialog mit dem Humboldtschen Geschwisterpaar treten und besonders für ein jugendliches Publikum Anknüpfungspunkte zu der Zeit vor rund 200 Jahren bieten.
Diese Ebene wird durch Schülerarbeiten ergänzt: In der Ausstellung werden Beiträge des Reinickendorfer Schüler-Wettbewerbs "X-ideas - Natur und Kommunikation erforschen und gestalten", die sich mit Ideen und Themen der Humboldts künstlerisch und wissenschaftlich auseinandersetzen den Dialog über Bildung, Forscherdrang und Erkenntnis weiterführen und die Verbindung der damaligen mit unserer Zeit verstärken. Zudem laden interaktive Elemente in der Ausstellung die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen, Entdecken und Nachdenken über diese zwei Persönlichkeiten und über die Relevanz von Bildung und Neugierde heute ein.

Die Frage nach der bestmöglichen Erziehung und vor allem Bildung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt Eltern, Gelehrte und Politiker damals, wie auch heute in Zeiten von Schulreformen und Bolognaprozess, und prägt das Leben unserer nachwachsenden Generation erheblich.
Heimatmuseum Reinickendorf, Abteilung Schule, Bildung und Kultur
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