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HEIMATMUSEUM
REINICKENDORF

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Sechs-Dörfer-Raum

Bis zum 12. Jahrhundert war das heutige Reinickendorf, zunächst von den Germanen, später von den Slawen, nur locker besiedelt gewesen. Erst mit der deutschen Ostsiedlung entstanden die Dörfer Heiligensee, Tegel, Dalldorf, Reinickendorf, Hermsdorf und Lübars. Die alten Dorfkerne einschließlich des Angers, an dem das Museum steht, sind heute noch erhalten.

Ein Reliefmodell zeigt die Lage der Dörfer um das Fließ. Wälder, Äcker und Wiesen bestimmten bis ins 19. Jahrhundert das Landschaftsbild. Der reichlich vorhandene Wald diente nicht nur als Ressource für Holz, hier wurde auch Teer und Honig gewonnen. Zu sehen sind das Modell eines Teerofens und eine Klotzbeute.

Das sogenannte "Quitzowmodell" stellt eine historisch belegte Episode nach: 1410 überfielen die Quitzows, damals gefürchtete Raubritter, die vor den Stadttoren weidenden Herden der Berliner Bürger. Die Berliner verfolgten die Quitzows bis zur Tegeler Mühle. An der über das Fließ führenden Brücke wurden sie jedoch in einen Hinterhalt gelockt. Die Berliner verloren den Kampf.

Bei den Grabungen in den Jahren 1987-89 und 1995 hat man zahlreiche Funde gemacht, die zum Teil im Museum präsentiert sind.
Teerofenmodell

Quitzowmodell

Heimatmuseum Reinickendorf, Abteilung Schule, Bildung und Kultur
Alt-Hermsdorf 35 | 13467 Berlin
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